the hero with 1000 faces
the hero with 1000 faces
Joseph Campbell, Mythologie-Professor hat 1949 nach seinen Forschungen im Bereich der vergleichenden Mythologie sein berühmtes Buch “Der Heros in 1000 Gestalten (The Hero with 1000 Faces)” geschrieben.
Dabei beschreibt er, wie fast ALLE grossen Mythen, Märchen, Geschichten und Sagen ein und demselben “Monomythos” folgen. Für die Starwars-Fans unter uns ist dieser Masterplot altbekannt - er entspricht fast exakt der Geschichte von Luke Skywalker auf seinem Weg zur heldenhaften Erfüllung seiner Bestimmung...
Wohl nicht zuletzt deshalb, weil George Lucas Campbell vor und während dem Drehbuchschreiben laufend konsultiert hat, um sich inspiration für seine Geschichte zu holen. Bis heute gibt es kaum einen Blockbuster, der nicht den Kassenschlagenden Argumenten und Anregungen Campbells folgt.
Der Zyklus der Heldenreise bzw. der Monomythos nach Campbell
Die Stationen einer Heldenreise stellen sich nach Campbell wie folgt dar:
▪1.Ruf: Erfahrung eines Mangels oder plötzliches Erscheinen einer Aufgabe
▪2. Weigerung: Der Held zögert, dem Ruf zu folgen, beispielsweise, weil es gilt, Sicherheiten aufzugeben.
▪3. Aufbruch: Er überwindet seine Zögerlichkeit und macht sich auf die Reise.
▪4. Auftreten von Problemen, die als Prüfungen interpretiert werden können
▪5. Übernatürliche Hilfe: Der Held trifft unerwartet auf einen oder mehrere Mentoren.
▪6. Die erste Schwelle: Schwere Prüfungen, Kampf mit dem Drachen etc., der sich als Kampf gegen die eigenen inneren Widerstände und Illusionen erweisen kann.
▪7. Fortschreitende Probleme und Prüfungen, übernatürliche Hilfe.
▪8. Initiation und Transformation des Helden: Empfang oder Raub eines Elixiers oder Schatzes, der die Welt des Alltags, aus der der Held aufgebrochen ist, retten könnte. Dieser Schatz kann in einer inneren Erfahrung bestehen, die durch einen äußerlichen Gegenstand symbolisiert wird.
▪9. Verweigerung der Rückkehr: Der Held zögert in die Welt des Alltags zurückzukehren.
▪10. Verlassen der Unterwelt: Der Held wird durch innere Beweggründe oder äußeren Zwang zur Rückkehr bewegt, die sich in einem magischen Flug oder durch Flucht vor negativen Kräften vollzieht.
▪11. Rückkehr: Der Held überschreitet die Schwelle zur Alltagswelt, aus der er ursprünglich aufgebrochen war. Er trifft auf Unglauben oder Unverständnis, und muss das auf der Heldenreise gefundene oder errungene in das Alltagsleben integrieren. (Im Märchen: Das Gold, das plötzlich zur Asche wird)
▪12. Herr der zwei Welten: Der Heros vereint Alltagsleben mit seinem neugefundenen Wissen, und lässt somit die Gesellschaft an seiner Entdeckung teilhaben.
9/15/07
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